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Regie-Modus: So wählst du die perfekte Kamerafahrt

Kamerafahrt wählen

Normalerweise scanne ich dein Bild und entscheide blitzschnell selbst, welche Kamerafahrt am besten passt. Aber manchmal hast du das bessere Auge für das Detail!

Willst du, dass ich gerade durch den Flur schwebe? Oder lieber wie eine Drohne an der Fassade hochfliege?
Hier erkläre ich dir mein Kamera-Menü, damit du genau den Effekt bekommst, den du willst.

Wo finde ich die Kamera-Einstellungen?

  1. Klicke im Editor bei einem Clip auf den Stift (Bearbeiten).
  2. Klicke unten rechts auf das Zahnrad mit der Kamera.
  3. Im Menü "Kamerafahrt" siehst du alle meine Tricks.

Hier ist mein Spickzettel, was die Bewegungen bedeuten und wann du sie nutzen solltest:

1. Der Klassiker: "Geradeaus"

Hier bewege ich mich schnurgerade in das Bild hinein (Push-In).

  • Der Look: Ruhig, stabil und sauber.
  • Wann nutzen? Perfekt für lange Flure, den Blick in ein tiefes Wohnzimmer oder wenn du Symmetrie liebst.
  • Tipp: Achte darauf, dass die Mitte des Bildes das Ziel ist.

2. Der schräge Blick: "Leicht Links / Leicht Rechts"

Ich fahre nach vorne, drifte dabei aber sanft zur Seite ab (Pan).

  • Der Look: Das wirkt dynamischer als das starre Geradeaus.
  • Wann nutzen? Wähle "Leicht Links", wenn das Highlight (z. B. der Kamin) eher auf der linken Seite des Bildes ist. Ich steuere dann darauf zu. Wähle "Leicht Rechts", wenn das Spannende eher rechts liegt.

3. Das Hollywood-Gefühl: "Links / Rechts drehen"

Hier mache ich einen sogenannten "Dolly-Shot". Ich fahre nicht nur, ich drehe die Kamera leicht um den Mittelpunkt.

  • Der Look: Das Objekt in der Mitte bleibt fixiert, der Hintergrund dreht sich leicht. Das wirkt sehr dreidimensional und edel.
  • Wann nutzen? Ideal für Objekte, die frei im Raum stehen (z. B. ein Esstisch, eine Kücheninsel oder ein Sessel).

4. Der Kran: "Hoch" (Crane-Up)

Ich simuliere eine Kamerafahrt, die senkrecht nach oben steigt.

  • Der Look: Majestätisch und aufdeckend.
  • Wann nutzen? Perfekt, um majestätisch an der Hausfassade hochzufliegen oder im Innenraum hohe Decken und Galerien eindrucksvoll zu inszenieren.
  • Tipp: Wenn du die Bewegungsrichtung auf "Rückwärts" stellst, wird daraus eine Landung von oben nach unten!

Martons Profi-Tipp: Der perfekte "Flow" (Kein Ping-Pong!)

Ein gutes Video fühlt sich an wie aus einem Guss. Damit deinen Zuschauern nicht schwindelig wird, solltest du auf die Harmonie zwischen den Clips achten.

Hier ist der Fehler, den viele Anfänger machen: Das visuelle Ping-Pong!
Wenn du im ersten Clip nach Links schwenkst und im nächsten Clip sofort hart nach Rechts schwenkst, wirkt das sehr unruhig und hektisch. Das Auge muss ständig hin und her springen.

So machst du es wie ein Hollywood-Cutter:

Strategie A: Die Puffer-Technik (Der "Geradeaus"-Trick)
Wenn du die Richtung wechseln willst (z. B. von Links nach Rechts), baue eine Brücke!
Setze zwischen die beiden Clips einen Clip mit der Fahrt "Geradeaus".

  • Schlecht: Leicht Links ➡️ Leicht Rechts (Zu hart!)
  • Perfekt: Leicht Links ➡️ Geradeaus ➡️ Leicht Rechts (Butterweich!)
    Der "Geradeaus"-Clip wirkt wie ein Neutralisator für das Auge und beruhigt das Bild.

Strategie B: Der Fluss (Flow)
Versuche, Bewegungen über mehrere Clips beizubehalten oder nur sanft zu ändern.

  • Hast du eine Serie von Außenaufnahmen? Dann lass sie alle sanft in die gleiche Richtung (z. B. Leicht Rechts) gleiten. Das wirkt wie eine zusammenhängende Reise um das Haus herum.

So übernimmst du die Änderung

Hast du dich für eine neue Fahrt entschieden (z. B. von Geradeaus auf Hoch)?

  1. Klicke unbedingt auf den grünen Button "Neu erzeugen".
  2. Ich berechne den Clip jetzt mit der neuen Bewegung komplett neu.
  3. Gefällt er dir? Dann klicke auf "Auswählen".

Viel Spaß beim Experimentieren!