Geschwindigkeit anpassen
Du möchtest, dass sich die Kamera in einem bestimmten Clip rasanter bewegt oder ganz entspannt durch den Raum gleitet?
Das kannst du ganz einfach mit meinem Geschwindigkeits-Regler steuern. Hier erkläre ich dir, wie du ihn findest und verrate dir zwei Profi-Geheimnisse für einen perfekten Video-Flow.
So änderst du die Geschwindigkeit
- Klicke im Video-Editor bei dem gewünschten Clip auf das Stift-Symbol (Bearbeiten).
- Klappe das Bearbeitungsmenü auf, indem du unten rechts auf das Zahnrad mit der Kamera klickst.
- Rechts findest du den Schieberegler "Geschwindigkeit".
- Der Standard ist 100%. Verschiebe den Regler nach links (langsamer) oder rechts (schneller).
- Wichtig: Drücke direkt im Fenster auf den Play-Button, um sofort zu testen, wie die neue Geschwindigkeit aussieht.
- Bist du zufrieden? Dann klicke unten auf "Auswählen", um die Einstellung für diesen Clip zu speichern.
- Zurück in der Übersicht: Klicke einmal auf "Aktualisieren", damit ich das Gesamtvideo mit dem neuen Tempo neu berechne.
Martons Profi-Tipps: Wann wähle ich was?
Damit dein Video wie aus einem Guss wirkt, solltest du diese zwei Regeln beachten:
1. Vertraue deinen Augen, nicht den Zahlen!
Das ist der wichtigste Tipp: Passe hintereinanderliegende Clips optisch aneinander an.
- Das Problem: Da ich jeden Clip mit künstlicher Intelligenz erstelle, lege ich manchmal in 4 Sekunden eine weite Strecke zurück, und manchmal nur eine kurze. Das bedeutet: 100% bei Clip A ist nicht immer genauso schnell wie 100% bei Clip B.
- Die Lösung: Achte nicht auf die Prozentzahl! Schau dir den Übergang an. Wirkt Clip 2 viel schneller als Clip 1? Dann drehe Clip 2 etwas langsamer (z. B. auf 80%), bis sie optisch gleich schnell wirken. Ziel ist ein harmonischer Fluss, bei dem die Geschwindigkeit nicht ständig springt.
2. Der Beatdrop-Effekt (Spannung & Action)
Nutze die Musik, um Emotionen zu wecken!
- Vor dem Beatdrop (Spannung): Kurz bevor die Musik "explodiert" (der Bass einsetzt), solltest du die Clips verhältnismäßig langsamer machen. Das baut Ruhe und Spannung auf. "Die Ruhe vor dem Sturm".
- Beim Beatdrop (Action): Sobald der Beat droppt, erhöhe die Geschwindigkeit (z. B. auf 120% oder mehr).
- Der Effekt: Dieser Kontrast (von Langsam zu Schnell) wirkt extrem dynamisch und professionell!
Warum stoppt der Regler manchmal früher? (Das 4,25s-Limit)
Vielleicht ist dir aufgefallen: Manche Clips kannst du bis auf 200% beschleunigen, bei anderen ist schon bei 120% Schluss und der Regler lässt sich nicht weiter schieben.
Ist das ein Fehler? Nein, das ist Physik!
Das liegt an meiner "Rohmasse". Ich generiere aus jedem deiner Bilder im Hintergrund standardmäßig einen Clip von exakt 4,25 Sekunden.
- Szenario A: Der Slot ist kurz (z. B. 2 Sekunden)
Die Musik lässt mir hier nur 2 Sekunden Zeit. Ich habe aber 4,25 Sekunden Videomaterial.
👉 Ich kann das Video also locker doppelt so schnell (200%) abspielen, um die ganzen 4,25 Sekunden in die kurze 2-Sekunden-Lücke zu quetschen. - Szenario B: Der Slot ist lang (z. B. 4 Sekunden)
Die Musik ist hier ruhig und verlangt einen langen Clip von 4 Sekunden. Ich habe aber immer noch nur meine 4,25 Sekunden Material.
👉 Ich kann das Video kaum schneller machen, sonst wäre es ja nach 3 Sekunden vorbei und der Bildschirm würde schwarz bleiben. Deshalb begrenzt der Regler hier automatisch das Maximum (z. B. auf 106% oder 120%).
Kurz gesagt: Je kürzer der Clip in der Timeline ist, desto stärker kannst du ihn beschleunigen!